Frauenfußball-Ergebnisse

Frauenfußball-Ergebnisse



Wenn das Hobby zur Leidenschaft wird: Hier gibt es Ergebnisse und Informationen aus der Welt des Frauenfußballs - live und immer aktuell!

Alles neu macht die Saison 2021/22: Die Champions League präsentiert sich zukünftig in einem neuen Gewand mit Gruppenphase, Marketing und TV-Übertragungen.

Die neuesten Beiträge auf frauenfussballergebnisse.de

Spektakuläres Spiel in Frankfurt

In einem hart umkämpften und bis zum Ende spannenden Spiel behält der FC Bayern die Oberhand und gewinnt das letzte Freitagsspiel des Jahres mit 3:2 beim FFC Frankfurt. Erneut reicht Laura Freigang's Doppelpack nicht zum Frankfurter Sieg.

Prasnikar lässt Potsdam spät jubeln

In einem turbulenten Spiel darf am Ende Turbine Potsdam jubeln. Lara Prasnikar erzielte in der Nachspielzeit infolge eines indirekten Freistoßes den 4:3-Siegtreffer für Turbine. Selbst ein Dreierpack von Laura Freigang reichte Frankfurt nicht für einen Punktgewinn.

Guter Jahresabschluss für deutsche U15

Mit einem 3:1-Auswärtserfolg haben die deutschen U15-Juniorinnen einen erfolgreichen Jahresabschluss hingelegt. Das Team von Bettina Wiegmann siegte mit 3:1 in Belgien und geht mit einem Perspektivjahrgang ungeschlagen ins nächste Jahr.

Ausgewählte Spiele aus der Welt des Frauenfußballs im Live-Ticker, als Ergebnis-Übersicht oder ausführlich mit allen Spiel-Highlights.

Ergebnisse und Tabelle der Flyeralarm Frauen-Bundesliga, der 2. Frauen-Bundesliga, des DFB-Pokals und weiterer Wettbewerbe.

Alles über die A-Nationalmannschaft des DFB sowie die deutschen Juniorinnen von der U15- bis U20-Altersklasse.

Boom im Frauenfußball: Volle Stadien, aber nur im Ausland

Zusammenfassung aus Artikeln des Tagesspiegels vom 26.03.2019 und der Süddeutschen Zeitung vom 03.04.2019 

Ein paar Sitzplätze im imposanten Neubau des Wanda Metropolitano waren schon noch frei. 67.829 Besucher passen hinein, 60.739 waren gekommen. Immerhin gastierte auch der FC Barcelona bei Atlético Madrid zum Spitzenspiel der spanischen Liga: Erster gegen Zweiter. Aber die Stars an diesem Nachmittags heißen nicht Lionel Messi oder Antoine Griezmann. Hier heißen sie Lieke Martens und Amanda Sampedro. Eine außergewöhnliche Kulisse zum Duell der beiden Frauenmannschaften der spanischen Topklubs.


"Das ist ein unvergesslicher Tag für uns auf so einer Bühne", sagte Atleticos Mittelfeldspielerin Silvia Meseguer. Und das trotz der Niederlage durch Tore von Barcelonas Neuzugang Asisat Oshoala (65.) und Topstar Toni Duggan (80.). Die Katalaninnen verkürzten durch diesen Prestigesieg den Abstand in der Tabelle auf drei Punkte.


Das Match im Metropolitano erlebte also seine Weltrekordkulisse. So viele Menschen waren weltweit noch nie zuvor im Stadion bei einem Ligaspiel im Frauenfußball. 2018 verfolgten 51.211 Zuschauer die Partie zwischen den mexikanischen Klubs Monterrey und Tigres. Die bis Sonntag meisten Zuschauer aber hatte ein Spiel vor 99 Jahren, als am Boxing Day 53.000 Menschen in den Liverpooler Goodison Park strömten, um sich die Kerr's Ladies gegen die St. Helen's Ladies anzuschauen. Womöglich wären solche Zahlen heute normal, hätte der englische Fußballverband den Frauen 1921 nicht verboten, weiter auf seinen Plätzen zu spielen und somit das Interesse abrupt gestoppt.

Aber so sticht nun der spanische Frauenfußball mit seinen imposanten Zuschauerzahlen heraus. Das Interesse an der Liga wächst seit Jahren. Auch, weil von vermögenden Männerklubs mehr investiert und mehr Aufmerksamkeit generiert wird. Frauenfußball ist in Spanien ein Publikumssport, der Fans im höheren vierstelligen und fünfstelligen Bereich anzieht und regelmäßig im Fernsehen übertragen wird. Selbst dort geht es mit regem Interesse zu. Das sind Sphären, von denen andere Ligen, auch die deutsche Bundesliga, träumen.


In Deutschland sind 12.464 Zuschauer wie 2014 in der Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FFC Frankfurt die absolute Ausnahme. Zwar liegt Meister Wolfsburg mit durchschnittlich 1.600 Zuschauern in Deutschland vorne, aber ein Vergleich mit Spaniens Spitzenwerten ist das nicht. Selbst in England findet der Frauenfußball wieder mehr Zulauf. 2018 kamen 45.423 Fans ins Wembley-Stadion, um sich das Finale im FA Women's Cup zwischen Chelsea und Arsenal anzusehen.

Eine beeindruckende Zahl, die welch Wunder in diesem Jahr aber auch von Spanien überboten wurde: Zum Viertelfinale in der Copa del Rey zwischen Athletic Bilbao und Atlético Madrid kamen 48.121 Besucher, schon das war ein Europarekord für ein nationales Vereinsmatch im Frauenfußball.

Zahlen, an die in Deutschland keiner zu denken wagt. Diese 60.739 Zuschauer verdeutlichen den Boom in Spaniens Frauenliga. Das Interesse an der Liga wächst seit Jahren. Auch, weil von den geldschweren Männerklubs weiter investiert wird. Zehn Spiele der Frauenliga werden in dieser Saison in Männerstadien ausgetragen, sonst wäre nicht genug Platz für alle Zuschauer. In Deutschland dagegen reichen kleine Kreissportanlagen aus, um Ligaspiele auszutragen. Strenge Auflagen für die Durchführung der Spielordnung gibt es vom DFB bislang nicht. Auf Dauer ein unhaltbarer Zustand für Vereine und Verband.


Doch die Zahlen aus Spanien sollten nicht den Eindruck erwecken, dass der Spitzenfußball der Frauen überall auf dem Vormarsch ist. Schon gleich gar nicht hierzulande. Um dies zu belegen, reicht schon ein Blick auf eines der vergangenen deutschen Topspiele zwischen dem FC Bayern und Turbine Potsdam (5:0). Jenes verfolgten knapp 1.200 ZuschauerInnen auf dem FC-Bayern-Campus in München. Das ist eine ernüchternde Zahl und dennoch liegt sie deutlich über dem Mittel. So besuchten in der vergangenen Saison im Durchschnitt gerade einmal 690 Interessierte ein Spiel in München, ligaweit waren es knapp 850 Fans. Es sind mickrige und erschreckende Statistiken. Zumal sie nicht abbilden, dass der Frauenfußball in Deutschland in der Breite immer mehr begeistert. Inzwischen sind rund eine Million Mädchen und Frauen im DFB organisiert. Der Frauenfußball scheint auch in der Gesellschaft längst akzeptiert zu sein. Aber in der Spitze geht das Interesse seit 2013 zurück.

Die Gründe: Die Liga ist mit zwölf Mannschaften zu klein. Vor allem aber sind die Niveauunterschiede viel zu groß. Der VfL Wolfsburg und Bayern München marschieren einsam vorneweg, nicht selten enden ihre Spiele mit einem Vorsprung von acht oder neun Toren. Hoffnung macht, dass acht der zwölf Teams an die Männer-Lizenzvereine gebunden sind und deren Infrastruktur nutzen können. Es bleibt also auf vielen Ebenen noch viel zu tun im deutschen Frauenfußball, damit er in geselliger Männerrunde nicht mehr belächelt wird und auch in Deutschland die großen Stadien gefüllt werden können.

Bilder: twitter.com

So erreicht ihr mich:

Wenn ihr Fragen, Anregungen oder Kritik an dieser Website habt, schreibt mir einfach eine Nachricht:

Bilderrechte: Alle Bilder, die auf dieser Themenseite veröffentlicht sind und nicht mit einem Link versehen oder selbst erstellt wurden, stammen von:

uefa.com
twitter.com
sueddeutsche.de
Sportbuzzer